Seit man Jummi kennt, wört heä vör völl Zwecke enjesätt. Scheffslüü on Angler köeme one Jummibockse on jummierte Jacke net uut. Be schleit Weär jöv et Reäjencaps on Reäjenjacke, vör Wanderer on Soldate joav et Jamasche on kleen Kenger packde man en Jummibockse als „Auslaufschutz“. Fröher wöar dat alles richtije decke Jummi.

Hützedaachs hat man „Neopren“ oder wasserdichte Folie. Die Folie oder och „Pampers“ joav et be min erschte Kenger net; on Jummibockse, luft­- on waterdicht, woare nix vör e zart Kengervöttche. So hot ich emmer en janze Reih Sanitasdööker op de Ling hänge. Doa hant dii Vraues et hüüt beäter. On wat sollde ich maake, als Opa, Tante Hanni on ich möt en Koppel kleen Kenger nach deä Zoo noa Kölle vaare wollde? Wer hant einfach uut passende Plastiktüte vüere on henge e Loak jeschniie, wo dii Benkes duurjesteäke wurde. Die kreje dii zwei, dii sich noch met „Blasenkontrolle“ ärsch schwer dinge, einfach anjetrocke on möt eene Kengerdook uutjestopp. Nuet mäck erfinderisch. Ävver seitdem woar mine Elmar beinah stubenrein on dann jehüret heä bald be die Jruete, die sich melde kooße.


Bild von Sibillas Enkeltochter Franziska (Linoleumdruck)


Die Gummihose (II)

Seit man Gummi kennt, wird es für viele Zwecke eingesetzt. Schiffsarbeiter und Angler kommen ohne Gummihosen und gummierte Jacken nicht aus. Bei schlechtem Wetter gibt es Regencapes und Regenjacken, für Wanderer und Soldaten gab es Gamaschen und kleine Kinder packte man in Gummihosen als „Auslaufschutz“. Früher war das immer richtig dicker Gummi.

Heutzutage hat man Neopren oder wasserdichte Folie. Die Folie oder auch Pampers gab es bei meinen ersten Kindern noch nicht, und Gummihosen, luft – und wasserdicht, waren nichts für zarte Kinderpopos. So hatte ich immer eine ganze Reihe von Sanitastüchern an der Wäscheleine hängen Da haben die Frauen es heute besser. Und was sollte ich machen, als Opa, Tante Hanni und ich mit einem Haufen kleiner Kinder zum Kölner Zoo fahren wollten? Wie haben einfach in passenden Plastiktüten vorne und hinten ein Loch geschnitten, wo die Beinchen durchgesteckt wurden. Das bekamen die zwei, die sich mit der „Blasenkontrolle“ noch sehr schwer taten, einfach angezogen und mit einem Kindertuch ausgestopft. Not macht erfinderisch. Aber seitdem war mein Elmar beinahe stubenrein und dann gehörte er bald zu den „Großen“, die sich melden konnten.


Tiere, gemalt von Urenkelin Sophia